Einladung zum Filmabend
Nollywood - Filmbusiness African Style
Nollywood - Einladung zum Filmabend in den Sternlichtspielen in Bonn am Markt 8.
Filmbusiness African Style mit dem Produzenten und Regisseur Johannes Preuss am 12.12.2025 um 19.30 Uhr.
Johannes Preuss ist ein deutscher Dokumentarfilmer, der für seine Arbeit zu sozialen und politischen Themen bekannt ist. Internationale Anerkennung erlangte er für seinen Dokumentarfilm "Galamsey", der den illegalen Goldabbau in Ghana untersucht. Preuss wurde für seine eindringlichen Erzählungen mehrfach ausgezeichnet. Angefangen hat alles in Ghana….
Nollywood, die nigerianische Filmindustrie, behandelt eine große Vielfalt an Themen, die typischerweise soziale, politische und emotionale Dramen beinhalten, oft mit einem Fokus auf das nigerianische Leben und die Kultur. Der Name ist ein Kofferwort aus "Nigeria" und "Hollywood" und die Industrie ist nach Bollywood die zweitgrößte der Welt, was die Jahresproduktion angeht.
Nach dem Film gibt es Zeit zum Austausch mit dem Regisseur und ein kleiner Empfang bei Speis und Trank rundet den Abend ab. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ihr Partnerschaftsverein Bonn- Cape Coast e.V.
Vernissage / Ausstellung „Made in Kanta. Wie ich unsere T-Shirts in Ghana wiederfand“
Die Fotografin Larissa Neubauer zeigt Einblicke in den größten Secondhand-Kleidermarkt Westafrikas. Auf dem Kantamanto-Markt in Accra (Ghana) trifft der 'westliche' Überfluss in Zeiten von Fast Fashion auf die Kreativität der Menschen, die dort arbeiten. Sie suchen nachhaltige Lösungen im Umgang mit oft unverkäuflicher Kleidung.
Die Ausstellung und das Begleitprogramm stehen im Kontext der Projektpartnerschaft, die die Stadt Bonn seit 2008 mit der westghanaischen Küstenstadt Cape Coast verbindet. Auf zivilgesellschaftlicher Ebene wird die Zusammenarbeit durch den Verein Partnerschaft Bonn-Cape Coast begleitet.
Offizielle Eröffnung am 04.10.2025 um 17 Uhr
Studio 5, Kulturzentrum Brotfabrik Bonn, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn
Weitere Besuchszeiten:
So. 5.10., 15-19 Uhr
Mo. 6.10./Do. 9.10./Fr. 10.10., 17.30 bis 20.30 Uhr
Di. 7.10., Podiumsdiskussion mit Ausstellungsbesuch (siehe unten)
Mi. geschlossen
Sa. 11.10. und So. 12.10. je 15 bis 19 Uhr
Weitere Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung:
Filmmatinee
"Welcome to Sodom"
Ergänzend zu Einblicken in den größten Second-Hand Kleidermarkt Westafrikas durch die Ausstellung „Made in Kanta“ führt der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ hinter die Kulissen von Europas größter Elektromüllhalde mitten in Ghana. Er portraitiert Menschen am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette – auf der Müllhalde von Agbogbloshie, der wahrscheinlich auch letzten Destination für die Tablets, Smartphones und PCs, die wir morgen kaufen!
Organisiert vom Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit, Stadt Bonn
Sonntag, 05.10.2025, 11 Uhr
Studio 5, Kulturzentrum Brotfabrik Bonn, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn
Podiumsdiskussion
"Was hat mein T-Shirt mit Ghana zu tun?
Von Fast Fashion zu Fair Fashion"
Die Überschwemmung mit Gebrauchtkleidung aus Europa setzt die heimische Textilindustrie in Ghana unter Druck. Zudem sind die Textilien aus den deutschen Altkleidercontainern zunehmend minderwertige Billigklamotten. Ein Großteil der aus der EU in Drittstaaten exportierten Altkleider gelangt daher nicht auf Second-Hand-Märkte, sondern wird zu Müll, vor allem in Ghana. Die Billigklamotten aus Plastik werden zu einer Umweltkatastrophe. Ganze Landstriche verschwinden auf illegalen Mülldeponien unter dem Textilmüll. Fast Fashion-Klamotten landen zudem in Flüssen oder werden in der Regenzeit dorthin gespült und gelangen schließlich ins Meer. Mit Expert*innen aus Bonner Organisationen diskutieren wir über die Auswirkungen von Fast Fashion in Ländern des globalen Süden, Handelswege und welche Lösungsansätze es gibt, die wachsenden Textil(abfall-)mengen zu vermeiden. Anschließend informeller Austausch bei Getränken.
Organisiert vom Amt für Internationales und Nachhaltigkeit, Stadt Bonn
Dienstag, 7. Oktober 2025, 18 Uhr
Studio 5, Kulturzentrum Brotfabrik Bonn, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn
Upcycling-Workshop
Die Upcycler*innen vom Kantamanto-Markt in Accra zeigen beeindruckend, wie Textilien inspirieren und kreativ verwertet werden können. Macht mit und verwandelt eure alten T-Shirts in etwas Neues. Anschließend kann die Ausstellung besucht werden. Teilnahme nach verbindlicher Anmeldung über larissa [ at ] larissaneubauer.de bis zum 06.10.2025, Max. 15 Teilnehmende. Weitere Details folgen vor dem Workshop.
Organisiert von Maren Bohlen und Schüler*innen des Helmholtz-Gymnasium Bonn
Donnerstag, 9. Oktober 2025, 15-17 Uhr
Studio 5 im Kulturzentrum Brotfabrik, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn
Kleidertauschbörse
Aktion des Klimaviertels Beuel-Mitte zur Ausstellung „Made in Kanta."
Mehr Infos hier
Organisiert vom Klimaviertel Beuel Mitte und LiMa's fairpackte Welt
Freitag, 10. Oktober 2025, 18-20 Uhr
Studio 5, Kulturzentrum Brotfabrik/Klimaviertel Beuel Mitte, Kreuzstr. 16, 53225 Bonn
Organisiert von Larissa Neubauer in Kooperation mit dem Verein Partnerschaft Bonn-Cape Coast e.V.
Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bonn und Unterstützung des Klimaviertel Beuel Mitte sowie der Brotfabrik Bonn
Die Veranstaltungsreihe wird ergänzt durch einen Upcycling-Workshop von Maren Bohlen und Schüler*innen des Helmholtz-Gymnasium Bonn.
Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Ghana 2024
Get-together mit Info, Musik und Tanz am 7.12.2024 in der ESG Bonn
Hier geht es mit einem Klick zur Einladung und zum Programm.
Ghana Wahlparty - eine "Nachlese"
Wird die Wahl in Ghana wohl friedlich verlaufen ? Das beschäftigte die meisten der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die am 07.12.2024 in Bonn zu der Veranstaltung anlässlich der Parlaments– und Präsidentschaftswahlen in Ghana zusammenkamen. Eingeladen hatte dazu der Verein Partnerschaft Bonn-Cape Coast e.V. . Die Vereinsvorsitzende Annette Turmann begrüßte die rund 50 Gäste und gab zur Einführung einen Überblick über die Aktivitäten des Vereins sowie die wichtige Rolle Ghanas als Stabilitätsfaktor in W-Afrika.
Ziel der Veranstaltung war es, interessierte Bonner Bürgerinnen und Bürger über das politische Parteien- und Wahlsystem in Ghana zu informieren und mit Spannung eine Wahl in einem Land in W-Afrika hautnah zu erleben. Darüber hinaus war es eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Akteuren zu vernetzen.
Der anschließende Vortrag konzentrierte sich auf ein Projekt der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in der Erstellung von Voluntary Local Reviews (VLR), einer freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Umsetzung der Agenda 2030 von 10 ghanaischen Kommunen. In Ghana finden alle vier Jahre am 7. Dezember die Wahlen statt. Dieses Jahr war es dann wieder so weit, und sowohl das Staatsoberhaupt als auch die Parlamentszusammensetzung wurden gewählt. Das Rennen zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kandidaten war hart umkämpft. Die Aufrechterhaltung der Stabilität und die Stärkung der wirtschaftlichen Erholung standen für die Wähler im Vordergrund.
Herr Felix Ntim erläuterte den Zuhörern, dass nach langen Jahren von Militärherrschaft und Parteienverbot Ghana sich heute in der sog. „vierten Republik“ befindet. Die derzeitigen politischen Parteien versuchen dezidiert, sich als Erben einer langen, bis in die Kolonialzeit zurückreichenden, oft unterbrochenen, aber nie gebrochenen nationalen Parteientradition zu definieren. Grundlegend für die heutige Rolle der Parteien ist die Verfassung von 1992.
Ghana hat eine Mischform zwischen einem präsidialen und einem parlamentarischen System etabliert. Seit den Wahlen des Jahres 2000 darf man Ghana bis auf weiteres als Mehrparteiendemokratie in der Konsolidierung bezeichnen.
Gegenstand der Podiumsdiskussion war der Einfluss von Wahlen auf die partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit.
Im Anschluss an die Veranstaltung konnten die Teilnehmer den Abend bei einem ghanaischen Essen und Musik von Saico and Friends gemeinsam ausklingen lassen. Die Veranstaltung erhielt regen Zuspruch und hatte für Mitglieder und Interessierte einen motivierenden und verbindenden Effekt.
Vortragsveranstaltung „Das lokale Regierungssystem in Ghana“
Am 01.08.2023 hatte der Partnerschaftsverein Bonn - Cape Coast e.V. gemeinsam mit der Stadt Bonn in die Wagenhalle des Alten Rathauses zu einem Vortrag über das lokale Regierungssystem in Ghana eingeladen. Die an dem Thema interessierten 30 Gäste hatten an dem Abend die Möglichkeit, mit Vertretern des ghanaischen kommunalen Spitzenverbandes NALAG (National Association of Local Authorities of Ghana) und mit Ratsmitgliedern aus verschiedenen Städten Ghanas Einblicke in das lokale Regierungssystem in Ghana zu erhalten. Frau Verena Schwarte, Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn, sowie die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Annette Turmann, begrüßten die Gäste und die ghanaischen Referenten des Vortragsabends.
Ghana gilt als eine der stabilsten Demokratien in Afrika. Als erstes unabhängiges Land erreichte Ghana viel Ansehen und kann als ein Positivbeispiel für den afrikanischen Parlamentarismus gesehen werden. Hon. Kokro Amankwah, General Secretary of NALAG, erläuterte dem Publikum in seinem Vortrag, dass das Land politisch in 16 Regionen unterteilt ist und diese wiederum in 261 kleinere Distrikte, Städte und Gemeinden. Jede Region stellt eine eigene Verwaltung. Lokale Parlamente und Verwaltungseinheiten in den Distrikten tragen zu einer dezentralisierten Machtverteilung bei. Die zugrundeliegende Reformstrategie namens „Ghana beyond Aid“ beschreibt das übergeordnete Ziel, langfristig nicht mehr auf internationale Unterstützung angewiesen sein zu müssen. Anschließend bestand die Möglichkeit zu Gesprächen und informellem Austausch bei einem kleinen Imbiss.
Kenntnisse der lokalen politischen Strukturen in Ghana sind notwendig, wenn Projekte positive Veränderungen für die Menschen vor Ort initiieren sollen.
"Act for Change" Theaterarbeit mit jungen Menschen
Der Einladung des Partnerschaftsvereins Bonn – Cape Coast zu einem ghanaischen Kulturabend am 15. Juni 2023 in der ESG in Bonn folgten zahlreiche Interessierte und Freunde Ghanas.
Soziale und entwicklungsrelevante Themen transportierend, wird dem Theater in Ghana eine große Bedeutung beigemessen. Armut, geringe Schulbildung und Auswirkungen der Klimakrise: Das Leben in der Millionenmetropole Accra, der Hauptstadt Ghanas, ist insbesondere für Jugendliche oft hart. Theaterprojekte können hier Wege aufzeigen, ihre Situation trotz alledem aktiv zu verbessern, sich auszutauschen und Zuversicht zu gewinnen. Theater bringt die konkreten Probleme der Menschen vor Ort auf die Bühne, dort und im realen Leben startet die Suche nach Lösungen.
Durch den 2. Vereinsvorsitzenden Anthony Thompson ist es gelungen, Herrn Collins Seymah Smith, Direktor der NGO Act for Change (Introduction - act4changeghs Webseite! (jimdofree.com) als Redner und Vortragenden zu gewinnen. Er arbeitet mit seinem Team seit 15 Jahren erfolgreich im sozialen und politischen Kontext in James Town, einem Stadtteil von Accra. Im Laufe der Jahre hat er seine Energie auf die Arbeit mit jungen Menschen aus benachteiligten Verhältnissen konzentriert, wobei er das Theater nutzt, um das Bewusstsein für ihre Rechte, aber auch Pflichten zu fördern. Das Publikum bekam eindrucksvoll durch Vorträge, Bilder und Videos geschildert, wie mit Schauspielern und Bildungsfachleuten in James Town die konkreten Probleme der Menschen vor Ort identifiziert werden, und wie daraus in nur wenigen Wochen ein Theaterstück entwickelt wird.
Bonn und Cape Coast gemeinsam auf Sendung
Die Radiostationen bonnFM (96.8MHZ) in Bonn und Eagle FM (87.7MHZ) in Cape Coast strahlen am 20. März 2022 ihr erstes gemeinschaftliches Radioprogramm aus.
Im Rahmen der (zivilgesellschaftlichen) Kommunikation und zur Stärkung des Austausches zwischen den beiden Kommunen Cape Coast in Ghana und Bonn in Deutschland wird dank der Partnerschaft zwischen den beiden Städten im Rahmen der Initiative des Vereins Bonn- Cape Coast e.V. ein erstes gemeinschaftliches Radioprogramm stattfinden. Im Mittelpunkt der Sendung stehen die beiden Städte, das Studierendenleben und jeweilige lokale Künstler*innen und deren Musik. Schaltet gerne ein!
In the course of strenghtening the communication among the people of Cape Coast in Ghana and Bonn in Germany, the Partnership association Bonn Cape Coast e.V. has initiated a first shared radio program between the two local radio stations bonnFM and Eagle FM. The radio show will be focusing on the two cities, the student life and local artists including music features. Turn the radio on and enjoy!
bonnFM (96.8MHZ) 19.00 – 21.00 Uhr (German time)
6pm till 8pm (Ghanaian time)
Eagle FM (87.7MHZ) 21 Uhr bis 23 Uhr (German time)
8pm till 10pm (Ghanaian time)
65 Jahre Unabhängigkeit
Die Vorsitzende des Vereins Bonn-Cape Coast e.V. lud zu einer digitalen Unabhängigkeitsfeier am 06.03.2022 anlässlich der vor 65 Jahren erlangten Unabhängigkeit des Landes Ghana ein. Dieser Tag ist Ghanas Nationalfeiertag und erinnert an Ghanas Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahr 1957. Ghana war das erste afrikanische Land südlich der Sahara, das die Unabhängigkeit erlangte. Wichtig für den Unabhängigkeitskampf waren Kwame Nkrumah, der erste Präsident Ghanas, und die anderen fünf der sogenannten Big Six, die u.a. durch ihre Porträtierung auf den Geldscheinen der ghanaischen Währung Cedi geehrt werden. Die Big Six waren die sechs Vorsitzenden der United Gold Coast Convention, der wichtigsten Partei, die sich für die Unabhängigkeit Ghanas einsetzte. Mit der Unabhängigkeit entstand auch die heutige Flagge Ghanas. In dieser stehen Rot für das Blut der Vorfahren, welches im Kampf für die Unabhängigkeit vergossen wurde, Gelb für den Ressourcenreichtum des Landes bzw. das Gold und Grün für die Vegetation und die Wälder Ghanas. Der schwarze Stern symbolisiert die Hoffnung Afrikas. „Working Together, Bouncing Back Together" war das Motto der diesjährigen Feier im Fußballstadion von Cape Coast. Der besondere Ehrengast für den diesjährigen Unabhängigkeitstag war die Premierministerin von Barbados, Mia Amor Mottley.
Nach kurzer Vorstellung und Einführung in das Land Ghana durch die Vorsitzende schilderten zwei ghanaische Mitglieder des Vereins, wie sie damals den Aufbruch und die Euphorie im Land miterlebten. Später schaltete sich ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung live aus Cape Coast dazu und berichtete von den Festivitäten. Bei einer anschließenden Diskussion wurde immer wieder über die Rolle Kwame Nkrumahs gesprochen, der nicht nur Ghana seine Unabhängigkeit, sondern auch den Afrikanern ihre Identität wiedergab. Zum Abschluss hielt ein Vereinsmitglied einen Vortrag über ihren Besuch in Cape Coast im vergangenen Jahr. Wir gratulieren Ghana zum 65. Unabhängigkeitstag und sagen „Ayeeko“.
Projekt „Partnership for Applied Sciences“
Cape Coast Technical University - Partnerschaften mit Hochschulen
Polytechnische Hochschulen wurden seitens der ghanaischen Regierung seit 2016 zu Technischen Universitäten mit anwendungsorientierten Studiengängen um- und aufgebaut. Zur Erprobung fiel die Wahl zunächst auf die Kumasi Technical University und die Cape Coast Technical University.
Ziel ist die inhaltliche und didaktische Verbesserung der Lehre vor Ort, um die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt entscheidend zu verbessern. Hierzu findet ein regelmäßiger praxisnaher Austausch über Lehr- und Lernkonzepte mit deutschen Hochschulen statt. Für vier Jahre angelegt war das Projekt „Partnership for Applied Sciences“, ein Projekt des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD); es geht jetzt zu Ende.
Vor diesem Hintergrund war eine kleine Delegation von der Cape Coast Technical University für eine Woche bis zum 12.11.2021 in Bonn. Das Projekt „Partnership for Applied Sciences“ soll vor allem den Aufbau für Wasser- und Energiewissenschaften sowie Klimawandel für Studierende unterstützen. Zudem soll den Studierenden die Gründung von Unternehmen erleichtert werden. Zentraler Bezugspunkt des Projektes ist die ghanaische Wirtschaft und der dortige Arbeitsmarkt.
Der Verein Partnerschaft Bonn – Cape Coast e.V. hatte am letzten Abend des Aufenthaltes der ghanaischen Gäste Gelegenheit, sich mit dem Vice-Chancellor der Cape Coast Technical University, Rev. Prof. Ing. Joshua Danso Owusu-Sekyere, und seiner Delegation zu treffen und sich auf dem China-Schiff auf dem Rhein in Bonn auszutauschen. „Im Mittelpunkt stehen die Studierenden mit innovativen Geschäftsideen, denen wir helfen wollen, ihre Visionen in die Tat umzusetzen“, erläuterte der Vice Chancellor. Grund genug, sich der Städtepartnerschaft zwischen Bonn und Cape Coast anzuschließen. Erste Ideen für eine Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der technischen Hochschule in Cape Coast wurden entwickelt.
In jedem Ende liegt ein neuer Anfang (Zitat: Miguel de Unamuno).
Man verabschiedete sich herzlich mit einem Akyire! - Bis zum nächsten Mal!
Besuch in Cape Coast
Cape Coast 2021
"Thank you for having me Ghana!”
Ein Bericht über meine zwei Monate (23.04.-05.06.) in unserer ghanaischen Partnerstadt Cape Coast
(Click here for the report in English)
In Cape Coast
Als Mitglied des Vereins „Partnerschaft Bonn Cape Coast e.V.“ war es für mich möglich, Ende April 2021 für knappe zwei Monate nach Cape Coast zu reisen, um dort als Praktikantin vergangene Projekte zu evaluieren, alte Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen. Mithilfe meiner Recherche und der Interaktionen vor Ort sollten neue potenzielle Projekte identifiziert und vor allem alte Kooperationen optimiert werden.
Vom ersten Tag an wurde ich in Ghana herzlich empfangen und freundlich miteinbezogen. Bereits zu Beginn war es dank der unterstützenden Hilfe von Annette (1. Vorsitzende des Vereins) und Richmond Yeboah, meiner Ansprechperson in Ghana, möglich, einige Mitglieder der Metropolitan Assembly (CCMA) zu treffen, die zuvor durch die Kooperation der zwei Städte bereits in Bonn zu Besuch waren. Gemeinsam konnten hierbei u.a. die Vorgänge bei der Einrichtung des bereits 2016 initiierten Biodiversity Centre im Rahmen der Renaturierung der Fosu Lagune besprochen werden. Außerdem war es möglich, durch Kontakt zum Leiter des „Seifentrainings“, Mr. Kofi Essumen, sowie zu einer der Frauen, die am Workshop teilgenommen hatten, auch das Seifenprojekt rückblickend zu betrachten, um aus erster Hand Informationen über die Wirkung und Nachhaltigkeit des Projekts zu erlangen. Dank Richmond Yeboah konnte die Technical University (CCTU) mehrfach besucht werden, um im Hinblick auf wissenschaftlich fundierte Kooperationen über potenzielle künftige gemeinsame Projekte zu sprechen. Besonders wichtig war im Rahmen meines Aufenthaltes auch der Kontakt zu den Medien, wie den lokalen Radiostationen der Universität von Cape Coast „Atlantik (ATL) FM“ und der CCTU „Eagle FM“. Wichtig sollen für die Zukunft auch die vertiefende Förderung des interkulturellen Austausches sein, wofür mediale Kooperationen von Bedeutung sind.
Des Weiteren konnte ich bspw. die NGO Ghana Heritage Conservation Trust (GHCT) für gemeinsame Gespräche besuchen. Der GHCT ist aufgrund seiner verwaltenden Funktion für Projekte, die künftig idealerweise auch im Biodiversity Center stattfinden sollen, ein wichtiger Kooperationspartner. Während meines Aufenthaltes stand vor allem der persönliche Kontakt zu den Menschen und Partner*innen im Vordergrund. Außerdem konnte ich das Baobab Youth Training Center der Baobab Children Foundation besuchen, das in der Nähe von Cape Coast nachhaltige Bildung für junge Ghanaer*innen ermöglicht.
Klimakrise in Cape Coast
Besonders schockierend waren die direkt spürbaren Auswirkungen des Klimawandels in Cape Coast. An der Küste direkt am Strand waren von Elmina (Stadt ca. 10 km westlich von Cape Coast) fast durchgängig parallel zum Meer so genannte „sea defences“ (= Steinmauern) gebaut worden, die Überschwemmungen aufgrund des steigenden Meeresspiegels verhindern sollen. In Cape Coast am Strand wurden mehrere „sea defences“ wie Stege ins Meer gebaut, wodurch zwischen den einzelnen Steinwällen Durchgänge zum Meer möglich waren. Dennoch gab es einen überaus starken Wellengang, wobei der Strand trotz dieser Vorkehrungen an seiner Breite einbüßen musste.
Während meines Aufenthaltes (Mai/Juni) hatte ich mich außerdem auf starke Regenfälle durch die Regensaison eingestellt, die jedoch weitestgehend ausblieben. Darunter hat besonders die lokale Farmarbeit gelitten. Sehr positiv erfreute mich, dass in Cape Coast am Strand Mülltonnen aufgestellt wurden, um die in Ghana derzeit leider noch vielfach vorherrschenden Probleme mit der Müllentsorgung möglicherweise ein wenig zu verbessern.
Leben in Cape Coast
Im Rahmen meines Aufenthaltes lebte ich im Baobab Guest House, dessen Erlös der zuvor erwähnten Baobab Foundation zugutekommt. Das gemütliche Hostel mit leckerem veganen/vegetarischen Essen, eigenem Shop und unbeschreiblich freundlichem Personal war mein Zuhause für zwei Monate. Zumeist war ich aufgrund der Coronapandemie allerdings die einzige Gästin, wobei nicht nur das Baobab, sondern die gesamte, sonst stark vom Tourismus geprägte Stadt Cape Coast unter der Coronapandemie litt.
Unterwegs war ich vor Ort häufig zu Fuß – wodurch ich mir unter den Ghanaer*innen so einige verwirrte Blicke einfing – oder mit den lokalen Verkehrsmitteln, den Taxis oder sogenannten Pragyas (eine Art „Mofa-Kutsche“) sowie mit den Minibussen, den TroTros. Die Stadt Cape Coast beeindruckte mich durch ihre lebendige und freundliche Art. Es war sehr einfach, ob an der Uni oder in der Stadt, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Sie standen mir hilfsbereit zur Seite und behandelten mich stets freundlich und respektvoll. Das laute und lebendige Leben in Cape Coast gefiel mir sehr, und ich besuchte mit Freundinnen vor Ort auch – ganz wie die Locals – Gottesdienste. In meiner Freizeit erkundete ich zu Fuß die Stadt. Ich liebte es zum Beispiel, mir die unbeschreiblich wunderschönen Sonnenauf- und Sonnenuntergänge am Strand anzusehen. Sehr erschütternd war eine Tour durch das Cape Coast Castle, die mich fassungslos machte. Ein Besuch des Castle erschien mir absolut notwendig, um die schreckliche Vergangenheit Cape Coasts niemals zu vergessen und adäquate Informationen zu erlangen. Auch die vielen kolonialen Ruinen inzwischen den kleinen Häuschen der Ghanaer*innen prägen das Stadtbild dieser von geschichtlichen Ereignissen stark geprägten, westafrikanischen Küstenstadt.
Meine Zeit in Cape Coast verging viel zu schnell, und ich kann es kaum erwarten, eines Tages erneut Besucherin dieser wunderschönen und vielfältigen Stadt zu sein. Ich hoffe sehr, dass sich die nun geplanten Projekte erfolgreich umsetzten lassen, und kann eine Reise nach Ghana und in die Stadt Cape Coast nur wärmstens empfehlen.